Tag 2: Unsere erste Safari

Von dänischen Büchern, Elefanten, Giraffen und weiteren Tieren im Nairobi National Park

Nach einem ausgiebigen Frühstück auf der Rooftop-Terrasse unseres B&B erwartete uns ein straffer erster Tag in Nairobi. Unser Fahrer Leonard, der pünktlicher war als wir, holte uns um 07:30 in der Lobby ab. Wir können Leonard (leonardfunditaxie@gmail.com) im Übrigen sehr empfehlen, dazu später mehr.

Im Karen Blixen Museum lernten wir die Geschichte der Autorin, die auch den Klassiker „Jenseits von Afrika“ schrieb, kennen und besichtigten ihr Haus, welches als Set für selbigen Film diente. Danach ging es gleich weiter zum David Sheldrick Elephant Orphanage, welches täglich nur eine Stunde für Besucher geöffnet ist. Hier werden Elefantenwaisen, die in der Wildnis kaum eine Überlebenschancen hätten, aufgenommen und mit der Flasche gross gezogen. Mehrere Warzenschweine hatten sich unter die Elefanten geschlichen, um auch etwas Futter bzw. Aufmerksamkeit zu erhaschen. Olaf liess es sich nicht nehmen, mit beiden Tieren ein Selfie zu machen, allerdings bedürfen seine Fotokünste noch etwas Übung.

Im Anschluss fuhren wir weiter ins Giraffe Center. Wir können den Besuch allen empfehlen, das Center ist ein Aufzuchtprogramm der bedrohten Rothschild-Giraffe. Am besten gefiel uns natürlich, die Giraffen – insbesondere ihren süssen Nachwuchs – füttern und schmusen zu können. Man sollte sich mit dem Rücken nicht zu den Giraffen platzieren, wie einigen Besuchern klar wurde, als sie eine Kopfnuss von den Tieren bekamen.

Das Highlight des Tages war aber der Game Drive im Nairobi National Park. Unter anderem gab es Nashörner, Flusspferde, Giraffen, Zebras, Impalas, Büffel und einen Löwen zu sehen, viele davon sogar mit Jungtieren. Damit haben wir schon 3 der Big Five (Löwe, Büffel, Nashorn, Leopard, Elefant) in freier Wildbahn beobachtet. Hier hat sich unser Fahrer bezahlt gemacht. Will man nämlich den Park erkunden, geht dies nur bis zu einem bestimmten Punkt zu Fuss. Danach geht’s mit dem eigenen Auto (nicht ratsam, da teuer und stressig), einem Tourbus (noch weniger ratsam, da nicht flexibel und teuer) oder einem lokalen Fahrer, für dessen Auto nur ein Bruchteil des üblichen Autoeintritts für Auswärtige gezahlt werden muss, weiter. Unser Fahrer fuhr uns sogar an einen See, in welchem Flusspferde mit ihren Jungen schwammen, obwohl das offiziell nicht gestattet ist. Nach einer Rüge eines Park Rangers, der uns nach einiger Zeit entdeckte, mussten wir leider weiter. Wir waren schon ganz enttäuscht keinen Löwen gesehen zu haben, als unser Fahrer inmitten einer Zebraherde äusserte, dass ihr Verhalten auf die Anwesenheit eines Löwen schliessen lässt. Uns war nichts Speziellen aufgefallen, aber Leonard setzte den Wagen zurück, fuhr ein Stück, spähte durch unser Fernglas und plötzlich sahen wir es auch: ein Löwenweibchen, das unter einem Busch döste. Solche Erlebnisse hätten wir ohne unseren Fahrer verpasst.

Da Bilder bekanntlich mehr als Wortes sprechen, haben wir eine Auswahl unserer heutigen Eindrücke in die Fotogalerie geladen. Sind die Tierbabys nicht super niedlich?

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