Tag 6-7: Tauchkurs im indischen Ozean

Pünktlich zum Ende der Winterpause hatten wir im April unseren Tauchschein zum PADI Open Water Diver in Meersburg am Bodensee erworben. Unsere ersten Tauchgänge hatten wir bei sage und schreibe 8 Grad Wassertemperatur absolviert, nachdem es am Tag zuvor noch geschneit hatte. Danach schworen wir uns, nie wieder bei solchen Temperaturen tauchen zu gehen.

In Zanzibar schienen die Bedingungen mit 26 Grad Wassertemperatur ideal. Unser Tauchkurs zum PADI Advanced Open Water Diver startete bereits frühmorgens, da wir es am Vortag nicht mehr rechtzeitig nach Nungwi geschafft hatten, um den Papierkram zu erledigen. Die Tauchschule „Diving Poseidon“ lag nur wenige Gehminuten von unserem Airbnb entfernt, welches wir genau deswegen ausgesucht hatten. Vor Ort empfingen uns Bernhard und Ilse, die beiden österreichischen Leiter der Tauchschule, und machten uns mit unserem Tauchlehrer Mbwana, kurz MB, bekannt. Mbwana war einfach der Hammer, immer gut gelaunt merkte man ihm förmlich an, wie er sein Hobby zum Beruf gemacht hatte. Nach eigener Aussage hatte er nach 1500 Tauchgängen zu zählen aufgehört und schätzt, dass er mittlerweile bei rund 2500 Tauchgängen liegt.

Am ersten Tag hatten wir drei Tauchgänge vor uns, da unsere Reiseplanung dem Tauchkurs nur knappe zwei Tage zugestand. Der erste Tauchgang sollte uns das perfekte Tarieren näherbringen, im zweiten stand Navigation auf dem Programm. Besonders freuten wir uns auf Tauchgang Nummer drei, Nackt- äh Nachttauchen.

Trotz 26 Grad Wasser- und 28 Grad Lufttemperatur merkten wir aber auch hier, wie kalt es nach einem anstrengenden Tauchgang auf dem Boot werden kann. Wegen der ständigen Wellenbewegung aufgrund des Windes hätten wir auch besser einen Kaugummi gegen Reisekrankheit mitgenommen. Nachdem wir die ersten beiden Tauchgänge und etwas Theorie hinter uns gebracht hatten, stand am Abend der Nachttauchgang an. Wir wurden zuvor gebrieft, dass wir bei Ebbe einsteigen würden und es eine Seeigelkolonie gibt, welche es zu meiden gilt. Der Tauchgang verlief erst wie erträumt, wir sahen Muränen, einen Tintenfisch und unterschiedlichste Fische im Schein der Taschenlampe. Es kam aber, wie es kommen musste, bei einem zu schnellen Abtauchen ging Yoda auf Schmusekurs mit einem Seeigel, der seine Stacheln in Yodas Oberschenkel bohrte. Autsch. Bernhard wusste nach unserem Tauchgang gleich Rat und besorgte eine junge, noch grüne Papaya, deren Saft die in der Haut verbliebenen Stacheln innerhalb eines Tages auflöst. Die feststeckenden Seeigelstacheln sollten nämlich nicht entfernt werden, um Infektionen zu vermeiden. Somit konnten wir einen Besuch in der lokalen „Al Manna Madical Clinic“ glücklicherweise umgehen, deren Erscheinungsbild nicht wirklich vertrauenserweckend war und der Schreibfehler im Namen trug auch nicht zu einer Verbesserung der Situation bei.

Damit stand Tauchgang vier und fünf am nächsten Morgen nichts mehr im Wege. Beide Tauchgänge führten uns zur Insel Tumbatu. Tauchgang vier war Tieftauchen und führte uns bis auf 26 Meter Tiefe hinunter. Tauchgang fünf stellte zusammen mit dem Nachttauchen unseren Lieblingstauchgang dar, denn da stand der Spezialkurs Unterwasserfotografie auf dem Programm. Wie ihr in der Galerie sehen könnt, ist uns das für den ersten Versuch auch ganz gut gelungen.

Wir waren schon ziemlich stolz, als Mbwana die bestandene AOWD Prüfung in unser Logbook eintrug, und freuen uns schon auf weitere Tauchgänge im Verlauf der Reise. Ein grosses Dankeschön an unseren Tauchlehrer Mbwana, mit dem der Kurs wirklich viel Spass gemacht hat und das ganze Team der Tauchschule Diving Poseidon (Diving Poseidon), insbesondere Bernhard und Ilse.

Am Ende jedes Tauchtages gönnten wir uns jeweils ein Abendessen in einem der Restaurants direkt am Strand.  Cocktails gab es zur Happy Hour für umgerechnet CHF 2.50, ausserhalb der Happy Hour kosteten diese ganze CHF 4. Da kann man nicht meckern. Mit Blick auf den Ozean beendeten wir somit einen anstrengenden, aber spannenden Tauchkurs.

One thought on “Tag 6-7: Tauchkurs im indischen Ozean

  1. Die Berichte der letzten Tage waren so interessant und lehrreich, dass wir sie immer wieder lesen mussten. Tolle Erlebnisse und vor allem Erfahrungen, dazu die überaus aussagekräftigen Bilder. Einfach toll!

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