Erkundungen und Akklimatisierung in Cusco

Tag 51-53 unserer Weltreise: Peru

Tag 51 – Koka-Tee und Alpaka-Steak

Nach der Ankunft in unserer Unterkunft Casa Real Hosteles wurden wir mit einem Koka-Tee begrüsst. Wir waren sehr neugierig, da er aus den bei uns verbotenen Koka-Blättern hergestellt wird, dem Bestandteil von Kokain. Als Tee besitzt Koka die gleichen Eigenschaften wie Schwarztee bzw. Kaffee. Der Geschmack erinnert an Grüntee. Gekaut helfen Koka-Blätter gegen Kälte, Müdigkeit, Hunger und ganz besonders interessant für uns gegen die Höhenkrankheit. Auf unserem Inca Trail sollten wir noch in Berührung mit Koka kommen.

Höhenkrankheit
Probleme mit Höhenkrankheit bei zu wenig Koka-Tee

Wir erkundeten Cusco von unserem zentralen Hotel zu Fuss. Gleich auf dem Weg lag Qurikancha, der einst wichtigste Tempel der Inka in Cusco. Seine Fussböden waren komplett mit Goldplatten bedeckt. Der Tempel überstand die Eroberung durch die Conquista nicht. Heute sind bloss noch Mauerreste erhalten, die sich teils im Inneren des Convento de Santo Domingo befinden.

Qurikancha
Überreste von Qurikancha

Alpaca Expeditions

Da wir noch letzte Instruktionen von unserem Guide bekommen sollten und den Restbetrag für den Inca Trail bezahlen mussten, gingen wir uns vor dem Abendessen bei Alpaca Expeditions vorbei. Man erklärte uns den genauen Tourverlauf, was wir mitnehmen sollten und den Zeitpunkt für unsere Abholung im Hotel. Wie wir feststellten, waren wir auf unserer Tour alleine, was uns etwas unangenehm war. Im Nachhinein können wir sagen, dass es gar nicht schlecht war, dass wir unser Tempo selbst bestimmen konnten und den Guide ganz für uns hatten.

Abendessen im Organika

Über den beeindruckenden Plaza de Armas machten wir uns auf den Weg zum Restaurant Organika.

Plaza de Armas
Plaza de Armas
Plaza de Armas
Plaza de Armas
Plaza de Armas
Plaza de Armas

Hier werden Kräuter aus eigenem Anbau verwendet. Das Organika wurde zu einem unserer Lieblingsrestaurants auf der Weltreise und zeigte erneut wie hervorragend die peruanische Küche ist. Wir wählten etwas Exotisches und testeten Alpaka-Steak mit Gnocchi.

Man darf einfach nicht daran denken, was man gerade ist, müssen aber sagen, dass es ausgezeichnet geschmeckt hat. Gesättigt kehrten wir in unser Hotel zurück.

Tag 52 – Grosser Shopping-Tag auf den Märkten

Am nächsten Morgen besuchten wir den Mercado San Blas. Im Gegensatz zum Mercado San Pedro, den wir später besuchten, war dieser hier weniger touristisch und hatte auch bessere Preise.

Peruanerinnen
Wir wollten unbedingt ein Foto mit Peruanerinnen in Tracht

Wir gönnten uns einen Smoothie aus frischem Obst, den man auch selbst zusammenstellen konnte. Nachdem wir uns für einen sympathischen Stand entschieden hatten, kamen nach und nach weitere Touristen, die den gleichen Stand wählten. Scheinbar sprachen ein paar Gringos für ein Qualitätsmerkmal, bis dann auch noch eine kritische Grösse an Kundschaft erreicht wurde.

Mercado San Blas
Mercado San Blas
Mercado San Blas
Mercado San Blas

Alpaka-Produkte wohin man sieht

In der Stadt wurden überall Alpaka-Produkte verkauft. Von Kleidung bis zu Souvenir-Artikeln war alles dabei. Besonders Kleidung von Awana Kancha stach hervor, hatte aber exorbitant hohe Preise. Bei unserem Ausflug am nächsten Tag zu Awana Kancha sollten sich die hohen Preise erklären.

Wir blieben bei erschwinglicheren Artikeln und kauften einige Souvenirs. Auch traditionelle Mützen und Pullover durften nicht fehlen. Im Vertrauen fragten wir einen Verkäufer, was denn tatsächlich in den günstigen Pullovern steckte, da fast alle als Alpaka-Wolle verkauft wurden. In Wahrheit bestanden sie aber wie wir erfuhren zu einem Grossteil aus Schafswolle.

Auf unserem Einkaufsbummel kamen wir auch am berühmten 12-eckigen Stein vorbei. Er befindet sich in der Calle Hatunrumiyoc in der Steinmauer des ehemaligen Inka-Palastes des Herrschers Roca. Die Inka waren bekannt dafür, dass sie erdbebensichere Mauern ohne Zement errichten konnten, indem sie Steine so bearbeiteten, dass sie nahezu ohne Fuge aufeinanderpassten.

12-eckiger Inka-Stein
12-eckiger Inka-Stein

Besichtigung der Kathedrale

Bevor wir zum Abendessen erneut ins Organika einkehrten, wollten wir noch die Kathedrale von Cusco besuchen, obwohl der Eintrittspreis relativ teuer ist. Yoda wollte unbedingt das Gemälde «Das letzte Abendmahl» in der Kathedrale besichtigen. Das Besondere hier ist, dass Jesus ein Meerschweinchen verspeist – ein traditionelles Gericht in Peru mit dem wir auch Bekanntschaft machen sollten. Da Fotografieren verboten war, ist das Foto nicht ganz gelungen.

Kathedrale
Kathedrale von Cusco
Last Supper
Letztes Abendmahl mit Meerschweinchen

Tag 53 – Besuch auf der Alpaka-Farm Awana Kancha

Am letzten Tag vor unserer grossen Wanderung hatten wir uns einen Fahrer gebucht, der uns zur Alpaka-Farm Awana Kancha brachte. Auf der Farm leben Lamas, Alpakas, Guanacos und Vicuñas, die gestreichelt und gefüttert werden dürfen. Danach kann man sich ansehen, wie traditionell Alpaka-Kleidung hergestellt wird. Der farmeigene Fabrikladen darf natürlich auch nicht fehlen.

Guanaco
Das Guanaco …

… kann ganz cool seine Ohren aufstellen

Vicuña-Wolle ist dabei am teuersten, da bloss wenige Unzen Fell pro Tier gewinnen werden. Als Vicuñas fast vom Aussterben bedroht waren, wurden umfangreiche Schutzmassnahmen ins Leben gerufen. Mittlerweile hat sich der Bestand wieder erholt. In freier Wildbahn werden die Tiere in Peru üblicherweise alle zwei Jahre zum Scheren zusammengetrieben und danach wieder freigelassen. Kleidung aus Baby-Alpaka ist ähnlich teuer, da bloss ganz weiche Wolle dafür zum Einsatz kommt.

Herstellungsprozess von Alpaka-Kleidung

In der Ausstellung konnten wir sehen, wie aus Naturmaterialien Farben gewonnen werden und wie die Färbung vonstatten geht. Auch das traditionelle Weben der Kleidung wurde vorgeführt.

Obwohl uns im Geschäft einiges gefiel, lagen die Kleidungsstücke während der Weltreise ausserhalb des geplanten Budgets. Als Andenken kauften wir eine Miniatur-Mütze und einen Alpaka-Schlüsselanhänger.

Ärger mit Latam

Wir hatten unsere Tickets nach Arequipa, wo es nach unserem Inca Trail hingehen sollte, über einen Online-Broker gekauft. Wie oft üblich in Südamerika, gibt es bei Latam einen Tarif für Einheimische und Ausländer. Leider hatte der Broker ein falsches Ticket ausgestellt und daher mussten wir bei der Latam-Vertretung in der Stadt vorbeigehen. Man erklärte uns, dass der Tarif gar nicht für einen Verkauf ausserhalb Perus vorgesehen ist und damit zu rechnen ist, dass wir pro Person 177 USD nachzahlen müssen – wohlgemerkt bei einem Ticket im Gesamtwert von 200 EUR. Also beklagten wir uns beim Broker, dass das Ticket zurückerstattet werden muss, da wir sonst rechtliche Schritte einleiten. Wider Erwarten wurde der Ticketpreis zurückerstattet.

Unsere neuen Tickets haben wir dann bei Peruvian gebucht, da uns das Geschäftsverhalten von Latam zunehmend auf den Zeiger ging. Peruvian ist nicht gerade für allzu grosse Sicherheit bekannt, aber recht viele weitere Optionen gab’s nicht. Wie einige weitere Fluggesellschaften unserer Weltreise ist Peruvian mittlerweile insolvent.

Das Abendessen konnte heute nicht erneut im Organika stattfinden, da alle Plätze belegt waren. Wir bekamen als Tipp das Schwesterlokal Rucula, das genauso wenig enttäuschte. Auch hier hatte konnte man ein ausgezeichnetes Menü geniessen, das dem im Organika in nichts nachstand. Da wir am nächsten Tag sehr früh abgeholt werden sollten, um den Inca Trail zu starten, gingen wir nach dem Essen gleich ins Bett.

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