Fuchs, du hast den Schuh gestohlen – Biwak in Wadi Rum

Tag 22 unserer Weltreise: Jordanien

Über hoplrige Strasse mit vielen Speed Bumpern und Warnschildern für freilaufende Kamele, fuhren wir Richtung Treffpunkt für unsere gebuchte Wadi Rum Tour. Wir sollten uns in Rum Village für unsere eintägige Wadi Rum Jeep Tour mit unserem Guide von Wadi Rum Nomads treffen. Nach einer kurzen Begrüssung mit Tee ging es an Board des Jeeps bereits los Richtung Lawrence Spring.

Quelle, Sanddüne und Canyon im Morgenprogramm

Nach einer kurzen Fahrt kamen wir an der Lawrence Spring an. Lawrence Spring ist eine der berühmtesten natürlichen Quellen. Viel zu sehen bis auf ein paar Felsen gab es hier nicht. Also schnell weiter zu unserer nächsten Station.

Lawrence Spring
Lawrence Spring – Bitte gehen Sie weiter, es gibt hier nichts zu sehen

Auf der roten Düne konnten wir eine gute Aussicht über Wadi Rum geniessen. Wir legten eine kleine Foto Session ein.

Red Dune

Nach einigem Hochrennen und Runterrutschen ging es weiter zum Khazali Canyon. Hier konnten wir alte Inschriften und Zeichnungen bestaunen.

Als wir an der Little Bridge angekommen waren, durften wir hoch klettern, um eine bessere Aussicht zu haben. Unser Guide hat dann gleich noch Fotos von uns geschossen.

Danach machten wir uns auf den Weg zum Lawrence House. Es erinnert an Lawrence von Arabien, der sich hier aufgehalten haben soll. Bis auf eine Ruine war nicht viel zu sehen.

Lawrence House
Lawrence House

Beduinen Lunch

Da es mittlerweile recht heiss geworden war, fuhren wir zu einem schattigen Plätzchen, wo wir unser Mittagessen einnehmen durften. Unser Guide war hier auch zugleich Koch und bereitete mit einfachen Utensilien ein schmackhaftes Mahl zu. Wir ruhten uns in der Zwischenzeit vom Klettern aus. Nach einer Verdauungspause, um der grössten Hitze zu entfliehen, startete unser Nachmittagsprogramm.

Brücken, Canyon und Sonnenuntergang im Nachmittagsprogramm

Unser erster Stopp führte uns zum Mushroom Rock, einem Felsen, der wie ein Pilz geformt ist.

Mushroom Rock
Mushroom Rock

Mit etwas Fantasie konnte man immer wieder lustige Formationen entdecken. Wer sieht hier im Fels Tiere?

Felstiere
Wer sieht hier Tiere?

Danach fuhren wir durch die gelbe Wüste weiter zur Burdah Rock Bridge, welche wir aus der Ferne sehen konnten. Sie ist eine der höchsten Felsbrücken der Welt.

Yellow Dessert
Gelbe Wüste
Burdah Rock Bridge
In der Mitte kann man ganz klein die Burdah Rock Bridge erkennen

Unsere Weiterfahrt endete am Abu Khashaba Canyon. Unser Fahrer fuhr zum Ausgang des Canyons, den wir zu Fuss durchquerten. Der Spaziergang dauerte knapp eine halbe Stunde und führte uns durch rote und gelbe Sandformationen mit erstaunlich viel grünen Pflanzen dazwischen.

Abu Khashaba Canyon
Abu Khashaba Canyon

Wir hielten danach an der Um Fruth Rock Bridge, welche zu den am meisten fotografierten Motiven in Wadi Rum zählt. Über einen steilen Aufstieg erklommen wir sie.

Um Fruth Rock Bridge
Um Fruth Rock Bridge

Unser letzter Stopp war Um Sabatah. Hier warteten wir auf den Sonnenuntergang, den wir dann in vollen Zügen genossen, bevor es Zeit für unser Nachtlager wurde.

Um Sabatah
Wir warten auf den Sonnenuntergang
Hier ist er ja

Biwak unter Sternenzelt

Entgegen Yodas Annahme, er hätte ein Zelt im Base Camp gebucht, wurden wir mit einem Schlafplatz im Freien unter einem vorhängenden Felsen überrascht. Sanitäranlagen gab es bis auf die freie Natur natürlich auch keine. Immerhin ein neues Erlebnis. In der umgebenden Wüste, in welcher Dämmerung eingekehrt war, konnten wir in der Ferne Wüstenfüchse sehen. Immer wenn wir näher kamen, nahmen sie Reissaus.

Biwak
Biwaken in der Wüste

Also gingen wir zurück und beobachteten unseren Guide und jetzt wieder Koch, wie er ein traditionelles Abendessen zubereitete. Hierfür wurde eine Grube ausgegraben und das zu garende Essen in einem Kochtopf mit Kohlen zum Garen hineingelegt. Während wir auf das Essen warteten, sassen wir am Lagerfeuer, begleitet von Beduinen-Musik, welcher ein für das Abendessen herbei geeilter Beduinen-Barde für uns zum Besten gab.

Nachdem wir gegessen hatten, machten wir es uns im Nachtlager bequem und betrachteten die Sterne. Sie waren ohne übliche Lichtverschmutzung klar und deutlich zu erkennen. Danach übermannte uns nach einem erlebnisreichen Tag der Schlaf.

Sternenzelt

Überraschung am nächsten Morgen

Als wir am nächsten Morgen unsere Sachen zusammensuchten, fehlte plötzlich einer von Olafs Wanderschuhe. Gut hatte er am Vortag nicht wie geplant seine Lesebrille in den Schuh gestopft. Wie uns der Guide erklärte, stehlen die Wüstenfüchse öfter mal Schuhe, um damit zu spielen.

Wir mussten uns also auf die Suche machen, um nicht Olaf mit einem Schuh weiterhumpeln zu lassen. Ausserdem standen weitere Wanderungen auf unserer Reise an. Da alle Felsen um das Gelände grau-braun waren und der Wanderschuh die gleiche Farbe hatte, gestaltete sich unsere Suche nicht einfach. Schliesslich gaben wir auf und fuhren schlecht gelaunt Richtung Treffpunkt zurück, wo wir nach kurzer Fahrt unseren Sänger vom Nachtprogramm trafen.

Gemeinsam mit unserem Guide machte er sich noch einmal auf die Suche. Wir hatten nicht mehr damit gerechnet, aber schliesslich ist unser Guide mit dem gefundenen Wanderschuh und breitem Grinsen vor uns aufgetaucht. Bis auf einen abgebissenen Schnürsenkel und Bissspuren im Plastik war er noch gut erhalten.

Schuh

Weiterfahrt nach Madaba

Auf dem Parkplatz im Wadi Rum Village übernahm Olaf das Steuer. Fast hätte er uns einen Versicherungsfall beschert. Als Olaf losfuhr tat es einen Rumms und das Auto senkte sich nach vorne ab. Der Parkplatz war auf einer kleinen Mauer stationiert, welche nach vorne abfiel. Aus dem PKW heraus konnte man das allerdings nicht sehen. Also stand die Vorderachse nun über die Abgrenzung hinaus und der Boden berührte die Mauer, so dass ein Weiterfahren nicht möglich war.

Yoda verlor mal wieder die Contenance, aber zum Glück halfen herbeigeeilte Einheimische mit einem Abschleppseil, dass unser Wagen in Null Komma Nix wieder einsatzbereit war. Nach einer Proberunde, ob alles mit dem Auto in Ordnung war, setzten wir unsere Tour Richtung Madaba fort.

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