Wanderung und Kaffeetour in Salento

Tag 33 unserer Weltreise: Kolumbien

Salento hatte ein bisschen was von Disneyland. Wie eine künstlich geschaffene Kolonialstadt standen bunte frisch verputzte Häuser dicht gereiht aneinander. Kein Vergleich zu den teils stark renovierungsbedürftigen Gebäuden in Bogotá oder Medellín.

Fahrt mit Willy zum Ausgangspunkt

Wir wollten heute durch das Valle de Cocora wandern. Um dorthin zu gelangen werden vom Stadtzentrum aus sogenannte Willis eingesetzt. Dabei handelt es sich um ein Art Jeep mit offener Ladefläche, auf der man auch im Stehen mitfahren kann.

Willies
Willies

Alleine die Fahrt ist ein Erlebnis für sich. Vorbei an Palmen und durch grüne Täler ging es zum Startpunkt der Wanderung.

Wandererlebnis im Valle de Cocora

Unsere Wanderung begann recht entspannt über normale Wanderwege, wie man sie auch bei uns kennt. Nach einiger Zeit wurden die Wege steiler und führten mitten in dichte Wälder. Auch der Untergrund wurde zunehmend rutschig und war mit Matsch bedeckt. Als es kaum noch weiter ging, trafen wir ein holländisches Pärchen, das sich auf Händen und Füssen abmühte, den steilen Anstieg zu erklimmen. Da die Wanderin immer wieder mit ihrem Wanderschuh im Schlamm versank, entschied sie sich, ihre Wanderschuhe und Socken auszuziehen und barfuss weiterzuwandern.

Als wir schliesslich den Anstieg geschafft hatten und weitere schlammige Hügel vor uns sahen, begegneten wir eine Gruppe aus Frankreich. Sie kamen gerade von oben entgegen und waren wie Profis mit Wanderausrüstung und GPS-App ausgestattet. Wie sie erfuhren, wo wir hinwollten, haben sie uns gezeigt, dass wir falsch abgebogen waren und dass es mit unserer Ausrüstung nicht ratsam wäre weiterzugehen. Also folgte ein nicht weniger komplizierter Abstieg, der mehr aus Rutschen bestand. Yoda kletterte behänd nach unter.

Olaf setzte sich einmal auf den Hintern, der danach in Schlamm gebadet war. Schliesslich kamen wir beide wohlbehalten am Ausgangspunkt unserer Wanderung an. Bei unserem Marsch Richtung Willies, haben wir dann auch den richtigen Eingang zum gewünschten Wanderweg gefunden. Morgen sollte also ein zweiter Versuch auf der Agenda stehen.

Nachmittagspause im Etnia

Zur Stärkung gingen wir in das Restaurant vom Vorabend. Wie schon am Tag zuvor, schmeckte das Esse super. Wir gönnten uns dazu eine Limonada de Coco. Sie wurde für uns in einem grossen Mixer frisch angerührt. Wir durften sogar nachschenken. Auf Nachfrage wurde uns sogar das Geheimrezept verraten, damit wir uns auch zu Hause eine Limonada zubereiten können.

Limonada de Coco
Limonada de Coco

Kaffeetour auf der Finca El Ocaso

Nach unserem Nachmittagsessen fuhren wir mit einem Willy weiter zur Kaffeefarm Finca El Ocaso Salento.

Willy
Willy
Willy
Wir auf einem Willy

Hier sollte eine geführte Tour auf uns warten. Wir erfuhren, dass Kaffeesträucher immer gemeinsam mit Schattengewächsen, in dem Fall Bananenstauden, angebaut werden. Damit soll verhindert werden, dass der Kaffee direkter Sonne ausgesetzt ist.

El Ocaso
El Ocaso Kaffeefarm

Wir durften Kaffeekirschen probieren und lernten wie man reifen von unreifem Kaffee unterscheidet. Danach waren wir an der Reihe uns sollten mit einem Erntekorb das Gelernte umsetzen.

In der farmeigenen Rösterei wurde dann erklärt, dass der kolumbianische Kaffee im Ausland immer Export-Qualität sei.

Im Inland dagegen erhält man bloss mindere Qualität, da mit dem guten Kaffee Geld verdient werden muss. Bei minderer Qualität werden z.B. auch Kaffeebohnen geröstet, die wurmstichig sind.

Bohnen
Gute und wurmstichige Kaffeebohnen

Zum Abschluss der Tour durften wir noch einen Kaffee verkosten.

Verkaufsraum
Verkaufsraum
Kaffeeverkostung
Wir bei der Kaffeeverkostung

Auf der Suche nach einem guten Aussichtspunkt erklommen wir nach der Tour eine steile Treppe, um einen Blick über Salento geniessen zu können.

Salento
Blick über Salento

Beim Abstieg wurden wir mit Händen und Füssen von einem Strassenhändler gefragt, ob wir ihm helfen könnten, seinen Verkaufswagen über ein kurzes steiles Stück zu schieben. Als Dank schenkte er uns noch eine kleine Süssigkeit von seinem Wagen.

Verkäufer
Wir helfen im Strassenverkauf

Wie gesagt, alle Kolumbianer, welche wir getroffen haben, waren super nett.

Hinterlasse eine Nachricht

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*